Fussballkultur 90 Minuten ein Leben lang

17. 10. 2019 | Autor: | Keine Kommentare
Joachim Löw

Foto: Granada / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Die deutsche Nationalmannschaft hat mit dem 3:0-Auswärtserfolg gegen Estland einen großen Schritt in Richtung EM-Qualifikation 2020 gemacht. Jogis Jungs brauchen nur noch einen Sieg aus den verbliebenen beiden Spielen um das EM-Ticket final zu lösen. Wenn alles nach Plan läuft wird dies Mitte November soweit sein.

So langsam aber sicher neigt sich die EM-Qualifikation 2020 dem Ende zu. In den vergangenen Tagen haben sich insgesamt 6 von insgesamt 24 Teams vorzeitig für die EM-Endrunde kommenden Sommer qualifiziert. Die DFB-Elf muss sich noch ein wenig gedulden. Laut dem Wettanbieter Comeon ist Deutschland jedoch ganz klar favorisiert in der Gruppe C. Bereits in knapp vier Wochen könnte es soweit sein, dann empfängt Deutschland Weißrussland in Mönchengladbach und kann sich mit einem Sieg für die EURO 2020 qualifizieren.

Selbst wenn es, vollkommen überraschend, gegen Weißrussland nicht klappen sollte, hat man wenige Tage direkt den nächsten Matchball. Wenn man in Frankfurt das letzte EM-Qualispiel gegen Nordirland bestreitet.

Joachim Löw hat noch viel Arbeit vor sich

Nach dem Horror-Jahr 2018 mit dem vorzeitigen Vorrunden-Aus bei der WM 2018 scheint die deutsche Nationalmannschaft wieder auf Kurs zu sein und sollte man es schaffen die EM 2020 Tickets vorzeitig zu lösen, würde das dem jungen DFB-Team das nötige Selbstvertrauen geben. Bundestrainer Joachim Löw setzt den eingeläuteten Umbruch konsequent fort. Sein Kurs in Zukunft auf junge, vielversprechende Talente zu bauen hat nach wie vor Bestand. Ob Deutschland kommendes Jahr bei der EM-Endrunde jedoch zu den Titelfavoriten gehört wird sich in den kommenden Monaten erst noch zeigen. Löw plagte sich zuletzt mit vielen Verletzungsproblemen herum und musste auf viele Leistungsträger verzichten. Eigenen Aussagen zufolge ist dies durchaus problematisch, da sich das „neu zusammengestellte“ Team erst noch finden muss.

Löw muss zudem eine gesunde Mischung an jungen, hungrigen Spielern und erfahrenen Profis finden. Mit Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels hat Löw Anfang des Jahres drei etablierte Nationalspieler ausgebootet. Wie unerfahren die DFB-Elf ist zeigte unter anderem auch das 2:2-Unentschieden vor kurzem gegen Argentinien, als man eine 2:0-Führung noch aus der Hand gab. Gerade bei Turnieren ist (internationale) Erfahrung immens wichtig.

Spannend wird es zudem zu sehen auf welche Spieler Löw bei der EM 2020 setzt. Mit Blick auf die Auswahl hat der Bundestrainer durchaus die Qual der Wahl, vor allem im offensiven Mittelfeld gibt es derzeit ein Überangebot. In der Defensive hingegen präsentierte sich Deutschland hingegen in den vergangenen Spielen nicht wirklich sattelfest. Zudem muss Löw schauen wie sich verletzte Spieler wie Leroy Sane entwickeln. Der Profi von Manchester City wird nach seinem Kreuzbandriss erst Anfang des Jahres wieder auf den Rasen zurückkehren.

17. 10. 2019 | Autor: | Keine Kommentare
Thomas Mülller

Foto: Rufus46 / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Der FC Bayern muss am kommenden Samstag auswärts beim FC Augsburg ran. Nach der 1:2-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim sind die Münchner auf Wiedergutmachungstour bei den eigenen Fans und wollen mit einem Sieg im „bayerische Derby“ die Hoffenheim-Pleite vergessen machen. Bayern-Trainer Niko Kovac kann gegen den FCA personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Der 48-jährige hat somit (mal wieder) die Qual der Wahl wen er von Anfang an bringt.

Die 1:2-Heimniederlage gegen die TSG Hoffenheim kam für viele Fans und Experten sehr überraschend. Ausgerechnet gegen die bis dato formschwachen Hoffenheimer kassierte der FCB seine erste Saisonniederlage in der Bundesliga. Gegen Augsburg möchte man diesen Patzer wieder wett machen und den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Wer eine Wette auf das bayerische Derby platzieren möchte, sollte sich auf die Suche nach einem passenden Bonus machen. Ein Bester Wettonus im Internet zu finden ist heutzutage deutlich einfach als noch vor einigen Jahren.

Die Länderspielpause verlief alles andere als ruhig beim FC Bayern: Der Hernandez-Zoff mit dem französischen Fussballverband und die Debatte rund um Thomas Müller haben für viele Schlagzeilen in den vergangenen knapp zwei Wochen gesorgt. Vor allem die Frage wie es mit Thomas Müller beim FC Bayern weiter geht hat die FCB-Fans beschäftigt. Der 30-jährige hat seit der Ankunft von Philippe Coutinho seinen Stammplatz in München verloren und kämpft derzeit um seine Rolle im Team von Niko Kovac. Der Kroate sieht in Müller „nur noch“ einen Ergänzungsspieler, eine Rolle mit der sich der ehemalige deutsche Nationalspieler nicht anfreunden kann und möchte. Es wird spannend zu sehen ob Müller gegen Augsburg von Anfang an ran darf, zuletzt saß der Stürmer fünf Mal in Folge auf der Bank.

Feiert Leon Goretzka sein Comeback?

Aber Thomas Müller ist nicht die einzige Personalie über die sich Niko Kovac Gedanken machen muss, auch im zentralen bzw. defensiven Mittelfeld herrscht aktuell ein Überangebot an Spielern. Zudem meldete sich Leon Goretzka diese Woche wieder fit. Der 24-jährige hat in der laufenden Saison nur zwei Spiele für den FCB bestritten und fiel wochenlang mit Oberschenkelproblemen aus. Goretzka ist eigenen Aussagen zufolge nun jedoch wieder einsatzbereit und brennt darauf zu spielen. Mit Thiago, Corentin Tolisso und Javier Martinez stehen Kovac zudem drei weitere Optionen im Mittelfeld zur Verfügung. Auch Joshua Kimmich ist weiterhin eine Alternative, der gelernte Rechtsverteidiger musste in dieser Saison schon oft im Mittelfeld aushelfen und hat seine Sache mehr als ordentlich erledigt. Auch in der deutschen Nationalmannschaft spielt Kimmich mittlerweile als Stammspieler im defensiven Mittelfeld.

Ein Fragezeichen steht zudem hinter Serge Gnabry, der das EM-Qualifikationsspiel gegen Estland aufgrund von muskulären Problemen verpasst hat und gegen Augsburg unter Umständen noch geschont wird. Für Gnabry könnten unter anderem Ivan Perisic oder Thomas Müller in die Startelf rücken.

17. 10. 2019 | Autor: | Keine Kommentare
Marco Reus

Foto: Timo Reckmann / Flickr (CC BY 2.0)

Der BVB empfängt am kommenden Samstag (18.30 Uhr, live auf Sky) Tabellenführer Borussia Mönchengladbach im heimischen Signal Iduna Park. Das Borussen-Duell ist ein richtungsweisenden Spiel für die Schwarz-Gelben. Im Falle einer Niederlage droht Dortmund den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu verlieren.

Nach knapp zweiwöchiger Länderspielpause rollt der Ball am kommenden Wochenende wieder in der Fussball Bundesliga. Der 8. Spieltag steht unmittelbar bevor und die Vorfreude bei den Fans ist groß. Vor allem das Spitzenspiel zwischen dem BVB und Borussia Mönchengladbach steht am Samstag im Fokus. Wer eine Wette auf die Partie setzen möchte, sollte sich unbedingt einen Interwetten Gutscheincode sichern und damit sein Wettguthaben aufstocken.

Wann platzt der Knoten beim BVB?

Mit 12 Punkten liegt Borussia Dortmund derzeit „nur“ auf dem 7. Rang in der Fussball Bundesliga. Der BVB hinkt damit seinen eigenen Erwartungen deutlich hinterher, vor der Saison hat man den Gewinn der Meisterschaft als Ziel ausgegeben. Sollte man gegen die Fohlen verlieren, könnte der Meisterschaftstraum schneller zu Ende sein als den Dortmunder lieb ist. Nach zuletzt drei Unentschieden in Folge (Frankfurt, Bremen und Freiburg) Ist die Stimmung in Dortmund ein wenig angeheizt. Sowohl spielerisch, als auch mit Blick auf die Ergebnisse muss mehr kommen von Marco Reus & Co. Der Verein hat im vergangenen Sommer viel Geld in neue Spieler investiert, wirklich gelohnt hat es sich bisher aber nicht.

Auch wenn es sportlich zuletzt nicht ideal lief versucht man in Dortmund die Ruhe zu bewahren. Julian Weigl hat diese Woche betont, dass die Qualität im Kader vorhanden ist, die Spieler müssen diese jedoch auch auf dem Platz abrufen: „Wir haben viel Luft nach oben. Natürlich waren die vergangenen Spiele nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt ist es erst einmal wichtig, eine Antwort auf dem Platz zu geben. Dann können wir auch wieder mehr über unsere Ziele reden.“

Vor allem BVB-Coach Lucien Favre stand in den vergangenen Wochen immer häufiger in der Kritik. Es gibt nicht wenige BVB-Fans, die dem Schweizer nicht zutrauen den BVB auf Kurs zu bringen und Titel zu gewinnen. Die Spieler hingegen stehen hinter ihrem Trainer, so wie Torhüter Roman Bürki: „Er will jeden Einzelnen jeden Tag ein Stückchen besser machen. Wir sind ein Team – es liegt an uns Spielern, gemeinsam daraus zukommen.“ Dass Dortmund unter Favre durchaus schön und erfolgreich spielen kann, hat Favre laut Bürki beriets bewiesen: „In der Vorsaison hat er unserem Spiel mit tollem Fußball ein Gesicht gegeben. Wir wollen offensiv spielen, viele Tore schießen, jedes Match gewinnen – auch die Spiele gegen Bayern oder Barcelona.“

Die aktuelle Formkurve spricht derzeit eher für Gladbach als für den BVB. Einen Hoffnungsschimmer haben die Dortmunder jedoch: Die letzten acht Begegnungen gegen die Rheinländer konnte man allesamt für sich entscheiden. Gegen keinen anderen Bundesligisten hält man derzeit eine längere Siegesserie.

19. 08. 2019 | Autor: | Keine Kommentare

Wochen für Woche strömen Millionen von Menschen in ganz Europa ins Stadion um ein Fussball Spiel live zu sehen. Egal ob in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich oder England. Aber welches ist die stärkste Liga in Europa? Dieser Fragen wollen wir etwas näher auf den Grund gehen.

Die spanische La Liga hat Lionel Messi (FC Barcelona), die italienische Serie A hat Cristiano Ronaldo (Juventus Turin), die französische Ligue 1 hat Neymar (Paris Saint-Germain), die englische Premier League hat Harry Kane (Tottenham Hotspur). Jede europäische Top-Liga hat einen Weltstar in seinen Reihen, außer die Fussball Bundesliga. Hier ist der 19-jährige Jadon Sancho mit 100 Millionen Euro Marktwert der wertvollste Spieler der Liga. Der Profi vom BVB ist jedoch der einzige Profi im deutschen Oberhaus mit einem Marktwert von 100 Millionen Euro. In England gibt es ganze 10 Spieler die 100 Millionen Euro oder mehr wert sind.

Während die Bundesliga in Sachen Topstars mittlerweile nicht mehr ganz oben mitmischen kann, sieht dies bei den Zuschauerzahlen deutlich anders aus, wie diese Infografik eindrucksvoll belegt. Mehr als 13 Millionen Menschen sind in der Saison 2018/19 in die deutschen Stadien geströmt um ein Spiel in der 1. Bundesliga anzuschauen, damit ist die Bundesliga nicht nur die meistbesuchte Fussball Liga in Europa, sondern auf der ganzen Welt. Mehr als 43.000 Zuschauer sind im Schnitt bei einem Bundesliga Spiele. Diese sorgen mit ihren Fangesängen und Choreos für eine atemberaubende Stimmung, die man so weder in England, Spanien, Italien oder Frankreich vorfindet.

Rein sportlich betrachtet scheint die englische Premier League derzeit die Pole Position in Europa inne zu haben. Mit dem FC Liverpool und den Tottenham Hotspur standen unter anderem zwei englische Klubs im CL-Finale im Mai dieses Jahres. Zudem hat der FC Chelsea die UEFA Europa League gewonnen. Mit Ausnahme von Eintracht Frankfurt, blieben die deutschen Klubs international in der abgelaufenen Saison weit hinter ihren Erwartungen zurück. Der FC Bayern, Schalke 04 und der BVB schafften zwar alle samt den Sprung in die K.o.-Phase der UEFA Champions League, schieden dort jedoch bereits im Achtelfinale aus.

Viele Experten und Fans finden den englischen Fussball, der mit seiner Schnelligkeit und körperlichen Spielweise überzeugt, zudem derzeit vorne. Weder der technisch anspruchsvolle Fussball aus Spanien, noch der taktikgeprägte Fussball aus Italien können das „Mutterland des Fussballs“ diesbezüglich verdrängen. Die Fussball Bundesliga hingegen steht für keinen echten Spielstil, auch wenn im deutschen Oberhaus viele Tore fallen, ein echtes Markenzeichen konnte sich die Bundesliga bis dato noch nicht erarbeiten. Ähnlich sieht es auch mit der französischen Ligue 1 aus.

Welches Fazit können wir ziehen? Fast jede Liga hat ihre Stärken und Schwächen. Es ist schwer eine Liga als „die beste in Europa“ zu küren. Rein objektiv betrachtet und mit Blick auf die jüngsten Erfolge hat die englische Premier League derzeit jedoch leicht die Nase vorne. Die Fussball Bundesliga gehört nach wie vor zu den Top 5, wenn nicht sogar zu den Top 3 Ligen. Dennoch wird man sich in Zukunft deutlich mehr anstrengen müssen, wenn man gegen die finanzstarken Ligen weiterhin bestehen möchte.

27. 06. 2019 | Autor: | Keine Kommentare

Eintracht Frankfurt hat sein Mittelfeld für die kommende Saison verstärkt. Wie die Hessen bekannt gaben, wechselt Djibril Sow von den Young Boys Bern in die Commerzbank Arena. Mit einer Ablösesumme von 10 Millionen Euro ist Sow der neue Rekordtransfer bei der SGE.

Schon seit Tagen hielten sich hartnäckige die Gerüchte, dass Eintracht Frankfurt kurz vor einer Verpflichtung von Djibril Sow stehen würde, seit heute ist der Transfer nun fix. Der 22-jährige Schweizer wechselt von den Youngs Boys Bern aus der Schweiz in die Fussball Bundesliga zur SGE und soll in Zukunft der neue Mittelfeldstratege bei der Eintracht sein.

Sow wird zum Frankfurter-Rekordtransfer

60 Millionen Euro hat Eintracht Frankfurt durch den Verkauf von Luka Jovic an Real Madrid diesen Sommer eingenommen. Einen Großteil davon möchte der Klub in neue Spieler investieren. Nach Dejan Joveljic (Roter Stern Belgrad) haben die Hessen mit Djibril Sow ihren zweiten Neuzugang für die kommende Saison unter Dach und Fach gebracht. Laut dem Online Portal sportwetten24 kostet Sow 10 Millionen Euro Ablöse, damit wäre der Schweizer Nationalspieler der teuerste Neuzugang in der Geschichte der SGE. Dazu sollen weitere vier Millionen Euro an Bonuszahlungen kommen.

Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic zeigte sich sichtlich erfreut über die Verpflichtung von Sow: „Djibril Sow ist ein Spieler, der zuletzt international die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte. Er war durchaus begehrt und umso schöner ist es, dass er sich für Eintracht Frankfurt entschieden hat. Wir sind von seiner Leistungsstärke und Entwicklungsfähigkeit überzeugt.“

Sow ist kein Unbekannter in der Fussball Bundesliga. Zwischen 2015 und 2017 stand der Mittelfeldspieler bereits bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag, schaffte dort jedoch als junger Spieler nicht den Durchbruch. Zudem kennen sich SGE-Coach Adi Hütter und Sow noch bestens aus gemeinsam Tagen aus Bern. Hütter gilt als absoluter Fan von Sow und hält große Stücke auf den Youngster.