Bundesliga Saison 2017 / 2018
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06. 11. 2017 | Autor: | Keine Kommentare


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American Football

Sportkultur American Football – National League Football

Die National League Football entwickelte sich rasant und in den Jahren 1980 – 1985 gab es bei normalen Ligaspielen bereits ratings von durchschnittlich 16 Punkten, bei einem 5 Jahres Durchschnitt von 11,1 Punkten. Werbepartner orientierten sich bereits früh an den Einschaltquoten und sendeten dementsprechend ihre Werbespots oder sponserten Sportveranstaltungen.

Interessant ist an der Stelle der Vergleich der National League Football mit der Major League Soccer innerhalb der amerikanischen Sportkultur. Hier ein kleiner Artikel dazu (Vergleich Live Übertragungen Soccer vs. American Football)

Die Werbeagenturen und Marketingabteilungen der Konsumgüterkonzerne entdeckten das „werbewirtschaftliche Potential televisionärer Sportübertragungen“ für sich, worauf sich vor allem American Football gut einstellte und einen Großteil seiner Erlöse aus den Werbeeinahmen der TV-Auswertung erzielen konnte. In der Saison 1987 kosteten Werbespots beim American Football bereits $118.600 pro 30 Sekunden Clip (Zum Vergleich: $71.900 im Baseball) und beim Super Bowl im gleichem Jahr zahlten Werbungsbetreibende (advertisers) bereits $600.000 für einen 30s Clip (vgl. Klatell 1988: 39f.).

Seit Mitte der achtziger Jahre steigen die Einschaltquoten und die Einnahmen des Super Bowl’s kontinuierlich und liefern Jahr für Jahr neue Rekorde. Der 42. Super Bowl 2008 wurde von 97,5 Millionen Zuschauern (Durchschnittlich, nur in den USA) gesehen und erreichte die zweithöchste Einschaltquote in der US- amerikanischen Fernsehgeschichte.

Der Erfolg des American Football’s im Fernsehen ließ dementsprechend die Senderechte/ Lizenzen exorbitant steigen, was dazu führte, dass bereits 1974 CBS $269 Millionen zahlte, um für 4 Jahre alle NFL Spiele übertragen zu dürfen (vgl. Klatell 1988: 143). Im Jahr 1984 bezahlte der Sender ESPN dann $7 Millionen, um zwei Spiele in der Woche übertragen zu dürfen (für eine Saison die Saturday Night und Monday Night Football Spiele, In: vgl. Klatell 1988: 146).

In den neunziger Jahren gaben die großen Sender dann Milliarden aus, um sich die Rechte am American Football zu sichern. Das Senderkonsortium, bestehend aus CBS, FOX, ABC und ESPN einigte sich 1998 auf den Erwerb der Senderechte für acht Jahre für eine Summe von $17,6 Milliarden (vgl. Markovits/Hellermann 2002: 223).

Der Aufstieg der National League Football in der amerikanischen Sportgesellschaft wurde durch seine Allgegenwart im Fernsehen vorangetrieben und die Nutznießer der so genannten Preisspirale in der NFL waren die Spieler. Während das Durchschnittsgehalt der NFL Spieler 1967 noch bei $25.000 im Jahr lag, waren es 1994 bereits $650.000. Auch in den Stadien genießt American Football eine außerordentliche Beliebtheit (attendance). „ […] The NFL attendance has held steady at over 61,000 per game for more than 20 years.”. Das bedeutet eine durchschnittliche Kapazitätsausnutzung in American Football- Stadien von 90%. Dies verschaffte der NFL allein durch die Besucherzahlen in den Stadien in der Saison 2000/2001 $810 Millionen Einnahmen von $859 Millionen maximal erreichbaren (94% Kapazitätsausnutzung) und das bei einem durchschnittlichen Kartenpreis von $353 für eine vierköpfige Familie.

Heute verdient man in der NFL durchschnittlich $1,4 Millionen im Jahr, allerdings sind NFL Karrieren auch die kürzesten aller Major-Sportarten (mit 3,9 Jahren im Schnitt) (vgl. Rockerbie 2007: 148/vgl. SGMA Team Sports 2006/vgl. Business of Football 2005).

Teil 1:The Boston Game oder American Football

Verwandte Themen:
Die Großen Dreieinhalb – hegemoniale Sportkultur in den USA

Die „Sinnliche Wahrnehmung“ des Fussballs (Ästhetik)

Literatur:

Markovits, Andrei S./Hellerman, Steven L. (2002): Im Abseits – Fußball in der amerikanischen Sportkultur. Hamburg: Hamburger Edition.

Klatell, David/Marcus, Normen (1988): Sports for Sale – Television, Money and the Fans. New York/Oxford: Oxford University Press.

Kuhn, Helmut (1994): Fußball in den USA. Mit einem Geleitwort von Franz Beckenbauer und Gerd Müller. Bremen: Edition Temmen.

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