Berlin (ots) – Der Fanforscher Prof. Gunter A. Pilz hat im Gespräch mit der Tageszeitung „neues deutschland“ (Mittwochausgabe) die Innenminister der Länder dafür kritisiert, das Thema Gewalt im Fußball für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. „Die Fans haben ein sehr feines Gespür für die aktuelle Situation, wo ein paar wild gewordene Innenminister meinen, angesichts bevorstehender Wahlen durch massive Drohgebärden noch mal punkten zu müssen. Mit ständig neuen absurden Ideen, versuchen sie Druck zu machen, ob nun Abschaffung der Stehplätze oder Finanzierung von Polizeieinsätzen durch den Fußball, was verfassungsrechtlich nicht möglich ist. Da gibt es sogar Gegenwind von der Regierung“, sagte Pilz gegenüber „nd“. Das Mitglied der DFB-Kommission für Prävention und Sicherheit sprach sich trotzdem für die Annahme des überarbeiteten DFL-Sicherheitskonzepts durch den Ligaverband an diesem Mittwoch aus. „Es ist ein durchaus tragfähiges Konzept. Die DFL hat sich damit klar auf die Seite der Fans geschlagen“, so Pilz. Die Gewaltdiskussion hält er für aufgebauscht. Die Anzahl der Vorfälle sei im Verhältnis zur gestiegenen Fanzahl seit 2000 rückläufig. „Ohne auch nur einen Funken entschuldigen zu wollen: Nicht nur die Chaoten unter den Fans tragen Schuld, sondern auch die Polizei sorgt durch falsche Strategien für eine Eskalation der Gewalt“, sagte Pilz.

Pressekontakt: neues deutschland Redaktion Telefon: 030/2978-1715

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