30. Dezember 2018 | Autor: | Keine Kommentare

Quelle: Maxpixel

Stellte man diese Frage, so bekam man die vergangenen Jahre wohl üblicherweise nur eine Antwort: Der FC Bayern München. Doch mit einem aktuellen dritten Platz und 6 Punkten Rückstand auf den Tabellenersten aus Dortmund könnte es diese Saison zum ersten mal seit 6 Jahren anders aussehen.

So spannend wie jetzt war die Bundesliga schon lange nicht mehr. Die jahrelange Dominanz des Rekordmeisters aus München bröckelt. Nach zuletzt sechs Meisterschaften in Folge sind sie derzeit nicht mehr alleiniger Topanwärter auf die Meisterschaft. Dies spiegelt sich nicht nur in der Qualität, die die Mannschaft derzeit auf den Rasen bringt, wider. Auch in den Quoten der Wettanbieter zeigt es sich: Erstmals seit langem haben die Bayern nicht mehr die schlechteste Quote, was den Gewinn der Bundesliga angeht. So listet der Wettanbieter William Hill Mitte Dezember die Bayern mit einer Quote von 1,91 nunmehr gleichauf mit Dortmund mit ebenfalls 1,91. Doch nicht nur sportlich brodelt es bei den Münchnern. Immer wieder werden in letzter Zeit Stimmen laut, wonach es intern öfter zu Unstimmigkeiten kommen soll. Vor allem nach den letzten Niederlagen kamen Gerüchte auf, wonach sich einige Spieler gegen den Trainer aussprachen. Dieser konnte zwar seinen Kopf zuletzt noch aus der Schlinge ziehen, doch dürfte dessen Stuhl aufgrund der gegenwärtige Situation gewaltig wackeln. Hinzu kommen die bereits jetzt schon legendäre Pressekonferenz von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, welche dem Image des Vereins nicht förderlich waren. Der Ruf nach einem Umbruch im Verein und einem Wechsel auf der Führungsebene wird immer lauter.

Ganz anders jedoch läuft es beim Tabellenführer. Unter dem neuen Trainer Lucien Favre spielt die Mannschaft so gut wie selten. Dank den Neuverpflichtungen wie Axel Witsel oder Jadon Sancho und einem Marco Reus in Topform hat der BVB in allen Wettbewerben sehr gute Ausgangspositionen. Zwar schwächelten sie zuletzt und mussten gegen Düsseldorf die erste Saisonniederlage hinnnehmen, gehen aber ungeachtet dessen, wie die letzten zwei Bundesliga Partien gegen Bremen und Mönchengladbach ausgehen als Herbstmeister und Gruppensieger in der Champions League nach einem fulminanten Saisonstart mit bisher 12 Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage aus 16 Spielen in die Winterpause. 

Quelle: Pixabay

Doch nicht nur die Dortmunder stehen auf der Warteliste, um die Bayern zu entthronen. Denn noch vor den amtierenden Meister steht die Borussia aus Mönchengladbach auf Platz zwei der Tabelle der Bundesliga. So träumt man am Niederrhein schon von der ersten Meisterschaft seit 1977. Die Zeichen dafür stehen auch nicht schlecht mit nur sieben Punkten Rückstand auf den ersten Platz. 

Ebenfalls in Lauerstellung sind RB Leipzig, die Eintracht aus Frankfurt und die Berliner Hertha. Hier wird nicht nur Kopf an Kopf um die Startplätze für Europa gekämpft, sondern mit einem Auge immer ein Blick Richtung Tabellenspitze geworfen und einen eventuellen Fehltritt der Konkurrenz auszunutzen und für eine große Überraschung zu sorgen, denn den Titel hat hier noch niemand abgeschrieben.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass die Zeichen für das Ende einer Meister-Ära des FC Bayern München stehen. Die besten Chancen die derzeitige Schwäche der Münchner auszunutzen hat wohl derzeit der BVB aufgrund seines Punktevorsprungs, doch im Fußball ist alles möglich, daher kann man sich nächstes Jahr auf eine spannende Rückrunde freuen.

14. Dezember 2018 | Autor: | Keine Kommentare

Seit der Saison 2017/18 kommt der Videoschiedsrichter in der Fussball Bundesliga zum Einsatz. Wirklich angefreundet hat sich die Liga mit der Technik noch nicht, weder Fans noch Spieler oder Verantwortliche. Doch der sog. Video Assistent Referee hat vollkommen zu Unrecht so einen schlechten Ruf wie aktuelle Zahlen belegen.

Niemand machte gerne Fehler in seinem Beruf, vor allem wenn diese weitreichende Auswirkungen haben, insbesondere finanzieller Natur. Im Sport ist dies nicht anders, vor allem die Schiedsrichter stehen dabei im Fokus. Genau aus diesem Grund hat die Videotechnik im Fussball in den vergangenen Jahren immer stärker Fuß gefasst. Egal ob bei der EM oder WM, auch in der Fussball Bundesliga kommt der sog. Video Assistent Referee (VAR) seit der Saison 2017/18 regelmäßig zum Einsatz. Kurios ist nur, dass der Ruf des Videobeweises alles andere als gut ist in Deutschland. Blickt man jedoch auf die „nackten“ Zahlen, wird man schnell feststellen, dass der Videoschiedsrichter durchaus für mehr Gerechtigkeit im Fussball sorgt.

Der Videoschiedsrichter in der Fussball Bundesliga

Kurz nach der Einführung des Videoschiedsrichters gab es viele kritische Stimmen. Rückblickend betrachtet waren diese nicht ganz unberechtigt, denn vor allem in der Hinrunde 2017/18 kam der VAR sehr häufig zum Einsatz, satte 48-mal. In der Rückrunde hingegen waren es nur noch 28-Korrekturen, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass die Lernkurve bei allen Beteiligten gestiegen ist. Besonders häufig wurde der Videobeweis in der angelaufenen Saison bei Elfmeter-Entscheidungen genutzt. 26 Strafstößen wurden durch den Videobeweis geahndet, 13-mal korrigierte der VAR die ursprüngliche Elfmeter-Entscheidung des Unparteiischen. Komplette Fehlerfrei ist der Videoschiedsrichter jedoch auch nicht, denn faktisch wird dieser nach wie vor von Menschen bedient und genutzt. 23 Fehlentscheidungen gab es in der Saison 2017/18, obwohl der VAR im Einsatz war. Mehr interessanten Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Videoschiedsrichter findet man in diesem Blogbeitrag.

Schaut man auf die internationalen Zahlen des International Football Association Board (IFAB), in die auch die Bundesliga-Statistiken miteinfließen, so wird man fest stellen, dass der VAR für deutlich mehr Gerechtigkeit im Fussball sorgt, denn laut dem IFAB sind 98,1 Prozent der Entscheidungen des Videoschiedsrichters korrekt, was durchaus eine beeindruckende Zahl ist.

27. November 2018 | Autor: | Keine Kommentare

Das schlechte Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft in der UEFA Nations League hat auch Auswirkungen auf die die EM-Qualifikation 2020. Toni Kroos & Co. sind bei der bevorstehenden Auslosung am 2. Dezember in Dublin nicht im Lostopf 1 und gehören damit nicht zu den gesetzten Teams. Der DFB-Elf drohen damit Teams wie Spanien, England oder Frankreich in der Qualifikation.

Weiterlesen…

07. November 2018 | Autor: | Keine Kommentare

Der Fußball ist auf der ganzen Welt verbreitet und die mit Abstand beliebteste Sportart überhaupt. Über drei Milliarden Menschen weltweit verfolgen die Spiele ihrer Teams oder treten selbst gegen den Ball. Während die Ursprünge des Sports noch weiter zurück liegen, wird der Fußball seit über 100 Jahren in organisierter Form gespielt. Fußballspiele sind zu großen, medialen Events geworden. Wöchentlich pilgern Abertausende in die Stadien und Millionen Menschen verfolgen die Spiele im Fernsehen, Internet oder Radio. Kein Wunder, dass der Fußball bei dieser Popularität zu einem Milliarden-Business geworden ist. Spieler verdienen mehrere Millionen im Jahr und die Umsätze der großen Vereine erinnern an global agierende Unternehmen.

TV Gelder schießen in die Höhe

Die enorme finanzielle Entwicklung im Fußball hängt eng mit den in die Höhe schießenden Übertragungsrechten zusammen. Fernsehanstalten und andere Übertragungsanbieter zahlen Milliarden für die Bildrechte an den Spielen. Ganz gleich, ob Bundesliga, Premier League oder Champions League – die Verwertungsrechte gehören zu den Haupteinnahmequellen der Vereine. In Deutschland liegen die meisten Rechte beispielsweise bei den Anbietern Sky und DAZN. Neuste Auswertungen haben ergeben, dass manche Vereine sogar komplett auf die direkten Zuschauereinnahmen aus Ticketverkäufen verzichten könnten und trotzdem konkurrenzfähig bleiben würden. Auf günstigere Eintritts- oder gar Freikarten sollte man dagegen allerdings nicht hoffen. Ganz im Gegenteil, die große Popularität des Sports sorgt natürlich für eine steigende Nachfrage. Doch auch die Plätze in den größten Arenen sind irgendwann ausverkauft. So liegen die Preise für Dauerkarten in der Premier League bei vielen Vereinen ganz locker im vierstelligen Bereich.

Vereine werden zu weltweiten Marken

Es ist die Zeit der absoluten Kommerzialisierung im Fußball. Vereine werden zu weltweiten Marken. Heutzutage weiß fast jeder Verein mit einem griffigen Marketing Claim zu überzeugen – sei es der FC Barcelona mit „Més que un Club“, der FC Bayern München mit „Mia san Mia“ oder der BVB mit „Echte Liebe“. Doch die globale Expansion geht noch weiter. Nachdem die Engländer Pioniere auf diesem Gebiet waren, haben mittlerweile fast alle europäischen Top Clubs erkannt, dass ferne Region wie Ost-Asien, die USA oder Mittel- und Südamerika wertvolle Märkte darstellen. Marketingreisen und Trainingslager in Asien oder den USA gehören bei den meisten Vereinen mittlerweile zu den klassischen Marketing Maßnahmen. Gerade in den Vereinigten Staaten war Fußball lange Zeit als „nicht fernsehtauglich“ verpönt. Zwar wechselten in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder große Stars des Fußballs am Ende ihrer Karriere in die MLS, unter ihnen klanghafte Namen wie Franz Beckenbauer, David Beckham oder Zlatan Ibrahimovic, doch einen wirklichen Fußball Boom lösten bisher nur die Leistungen der Nationalmannschaft wie bei der WM 2002 oder WM 2014 aus. Die MLS hingegen konnte bisher noch nicht in den erhabenen Kreis der US-amerikanischen Majorsportligen, NBA, MLB, NFL und NHL vordringen. Trotzdem, oder gerade deswegen sehen die großen europäischen Vereine hier das Potential, neue Fans zu binden.

Bayern München ist der Klassenprimus in Deutschland

Auch in der Bundesliga ist natürlich mehr und mehr Geld im Umlauf. Der FC Bayern beispielsweise, konnte seinen Umsatz in den vergangenen 10 Jahren mehr als verdoppeln. Allein der Anstieg zwischen den beiden Spielzeiten 2014/15 und 2016/17 von 485.600.00 Euro auf 603 Millionen Euro verdeutlicht die finanzielle Stahlkraft des deutschen Rekordmeisters. Kein Wunder, dass der Serienmeister auch dieses Jahr wieder erster Favorit auf den Meistertitel ist. Anfang November listet der Anbieter Betway die Bayern mit einer Quote von 1,25 auf die Meisterschaft. Im Vergleich dazu vermeldete der finanziell zweitstärkste Verein der Bundesliga, der BVB, im vergangenen Jahr zwar einen Rekordumsatz von über 500 Millionen Euro, liegt aber auch hier weit hinter den Bayern zurück.

 

Investoren erobern den Fußball

Neben den gestiegenen Preisen für die Übertragungsrechte, gibt es seit einigen Jahren noch einen weiteren großen finanziellen Faktor im Fußballgeschäft – Investoren. Ganz gleich, ob FC Chelsea, Manchester City oder Paris St. Germain, viele der großen europäischen Vereine haben heutzutage einen starken Investor im Rücken. Trotz des Financial Fairplays, welches für eine gewisse Maßregelung der Transferausgaben eines Clubs sorgen soll, pumpen die Geldgeber immer mehr Kapital in den Fußball und schaffen somit Jahr für Jahr neue Rekordtransfers- und Umsätze. Während insbesondere in England viele Vereine von Investoren gelenkt werden, ist dies in Deutschland aufgrund der viel zitierten 50+1 Regel (noch) nicht möglich. Dieser in den Statuten der DFL verankerte Paragraph besagt, dass kein Investor mehr als 50 Prozent der Anteile halten darf und die Entscheidungshoheit somit immer beim Club liegt. Mit dieser Regel will man vermeiden, dass sich ein Verein in die totale finanzielle Abhängigkeit begibt und möglicherweise vom Investor fallen gelassen werden könnte, wie dies beispielsweise beim spanischen FC Malaga der Fall war. Allerdings wird diese Regel zur Zeit stark diskutiert, da man erkannt hat, dass in der europäischen Spitze nur noch mit dem Kapital externer Geldgeber mitgehalten werden kann.

15. September 2018 | Autor: | Keine Kommentare

Seit knapp zwei Wochen ist das Sommer-Transferfenster in der Fußball Bundesliga und den europäischen Top-Ligen geschlossen. In den letzten Wochen gab es erneut eine Vielzahl an spektakulären Transfers, mit Blick auf den internationalen Vergleich hinkt die Bundesliga (mal wieder) den Ligen aus England und Spanien deutlich hinterher.

Weiterlesen…

25. August 2018 | Autor: | 1 Kommentar

Die 56. Bundesliga Saison hat begonnen und nach der verkorksten WM in Russland, habe zumindest ich für mich entschieden, wieder Fussball Fan zu werden. Gespannt wie lange mein Interesse anhalten wird, bin ich mal wieder auf der Suche, Bundesliga Partien zu schauen und auf der Suche nach Alternativen unabhängig von der Sportschau am Samstag in der ARD.

Ein Blick in meine Sport1 App verrät mir – am Sonntag, 18 Uhr steht eine „Hammer Partie“ auf dem Plan – Borussia Dortmund gegen RB Leipzig.

So, was sind jetzt meine Alternativen – wir kann ich Borussia Dortmund gegen RB Leipzig live gucken  – ZDF? Internet Livestream? Gibt es überhaupt Alternativen?

Weiterlesen…