Bundesliga Saison 2017 / 2018
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17. 09. 2010 | Autor: | Keine Kommentare

Das Wochenende der Derbies. Im ganzen Land spielen scheinbar die Clubs einer Stadt oder Region gegeneinander. So auch in unserer Hauptstadt.

Wonach sich alle Berliner seit Jahren gesehnt haben findet heute Abend um 18.00 Uhr in der „alten Försterei“ statt. Und größer könnten die Unterschiede zwischen den beiden Clubs nicht sein.

Erfahrt hier alles zu den beiden Haupstadtclubs und guckt Euch das Spiel Live an.

Der 1. FC Union war schon immer der Club der Underdogs. Sie wurden in der ehemaligen DDR vom BFC-Dynamo ausgelaugt, kämpften in der Wendezeit mit finanziellen Problemen. Dabei erhielten Sie in der Zeit von 1991 – 1994 drei mal infolge keine Lizenz für die deutschen Profiligen.

Bis zum Jahre 1998 kämpfte 1. FC Union jede Saison ums Überleben. Spieler und Trainer verließen den Verein weil Gehälter zu spät gezahlt wurden oder die Spieler keine Zukunft mehr für den Verein sahen. Union Berlin war faktisch bankrott. Doch die Herzblutfans organisierten sich und zogen mit ca. 3000 Mann durchs Brandenburger Tor um gegen den Bankrott des Traditionsklubs zu demonstrieren. 1998 kam dann die Wende mit dem Einstieg der Kinowelt GmbH als Sponsor. Mit weniger Existenzsorgen und neu gewonnener Spielfreude spielten sie sich in der Saison 2000/2001 in die zweite Liga und in das Finale des DFB-Pokals wo man leider mit 0:2 gegen Schalke 04 verlor.

In den folgenden Jahren hielt sich Union Berlin auf Linie, fiel dann aber in in ein großes Loch. So kam es dass Union in den Jahren 2004-2008 einmal bis zur Oberliga abstürzte, sich dann aber sofort wieder in die 2.Liga hochkämpfte.

Sportlich hatte man der 1. FC Union eigentlich schon letztes Jahr den Aufstieg in die erste Bundesliga zugetraut, allerdings waren selbst die Funktionäre und Trainer bei Union der Meinung das solch ein rasanter Aufstieg nicht gut für die Mannschaft und den Verein sei. Es bringe ja auch nichts aufzusteigen und dann gleich wieder abzusteigen.

Und zum Glück muss man sagen, denn sonste hätte dieses Superderby heute nicht stattgefunden.

Hertha BSC geht in dieses Spiel nicht als Underdog, sondern als der Berliner Hauptstadt-Klub. Mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga hatte Hertha BSC letzte Saison wohl eine der Schwersten Niederschläge der Vereinsgeschichte wegzustecken. Das Geld ist knapp, das Stadion ist eigentlich zu groß für Zweitliga-Verhältnisse. Die Angst es könne keine Stimmung geben und der Verein knüpft an die schlechten Leistungen des Vorjahres an. So sah es vor der Saison aus. Doch mit dem ersten Spiel in der 2.Liga hat sich die Hertha sofort auf die Liste der Top-Kandidaten für die Meisterschaft geschrieben. Trainer Markus Babbel hat seine Mannschaft im Griff, 3 Spiele, 3 Siege und im Olympia-Stadion waren in den beiden ersten Heimspielen immer um die 50.000 Fans die sehen wollten wie sich die alte Dame von der Spree zurück in die 1. Liga kämpft.

Hertha BSC geht heute als Favorit in dieses Spiel, aber der 1. FC Union hat dieses Wadenbeisser-Image und wird es der Hertha nicht leicht machen. Dazu noch die alte Försterei, Berlins größtes reines Fussballstadion. Die Wuhlheide wird kochen und ich beneide jeden der eine der sofort nach Bekanntgabe des Termins ausverkaufen Karten bekomen hat.

In diesem Sinne: Auf gehts Hertha schießt ein Toooooor. Und kämpft euch an die Spitze der Tabelle!

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