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    Die deutsche Nationalmannschaft (wir) spielt seit Jürgen Klinsmann wieder ganz oben mit. Klinsi holte uns aus der Fussball-Lethargie und Jogi bringt uns in Richtung eines internationalen Titels. Die EM-Qualifikation lässt keine Beanstandungen zu. Zehn Spiele, zehn Siege, 34:7 Tore.

    Die deutschen Gruppengegner in Gruppe A waren Türkei, Belgien, Österreich, Aserbaidschan und Kasachstan. Also bis auf die Türken keine sonderlich schweren Gegner. Doch die Frage ist ja ob die Deutschen so stark waren oder die anderen so schwach. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem.

    Die deutsche Nationalmannschaft ist die erfolgreichste in ganz Europa. Bei insgesamt 13 EM-Teilnahmen (seit 1972 ist Deutschland immer qualifiziert gewesen) konnte sechs mal das Finale erreicht und insgesamt 3 EM-Titel mitgenommen werden (1972, 1980, 1996). In der FIFA-Weltrangliste stehen die Deutschen (wir) hinter Spanien und den Niederlanden auf Platz 3.

    Nach der fulminanten WM 2011 wo wir uns gegen den späteren Gewinner Spanien geschlagen geben mussten, wird die EM im Nachbarland definitiv ein Fest. Mit so starken Spielern wie Schweinsteiger, Özil, Khedira, Müller, Neuer usw. zählen wir mit zu den Favoriten. Ob wir nach der makelosen Quali so weiter machen können wird sich zeigen. Deutschland ist und war schon immer eine Turniermannschaft und hat in den letzen vier großen internationalen Turnieren immer ein Wörtchen mitgesprochen wenn es um die Topplatzierungen ging.

    Jetzt wird es Zeit einen Titel nach Hause zu holen!

09. November 2017 | Autor: | Keine Kommentare

Beispielgebend für die Theorie der kontinuierlichen Spielflussdynamik im Fußball ist die Sportmetapher eines „hervorragenden 0:0“. Ein torloses/Punktloses Spiel kann nur als ansehnlich gewertet werden, wenn die Spannungskurve permanent verfolgt und Aufrechterhalten werden kann.

Dies bedeutet nicht zwangsweise, dass die 90 Minuten vor den Fernseher verbracht werden müssen (oder am Spielfeldrand), jedoch „Schlüsselzeiten“ von Nöten sind, um die Spannung zu verstehen, sie zu „greifen“.

Darüber hinaus ist das Unentschieden prinzipiell für amerikanische Sportfans gewissermaßen ein „rotes Tuch“. Sie können in der Beendigung eines Spiels ohne Gewinner wenig befriedigendes erkennen, und das Elfmeterschießen als letzte Instanz, um ein Unentschieden bei wichtigen Turnieren aufzulösen halten sie für ebenso fair, als würde man das Spiel durch einen Münzwurf entscheiden (vgl. Markovits/Hellermann 2002: 332).

Weitere Divergenzen ergeben sich aus einem heterogenen Spielaufbau beider Sportarten. Beim American Football existiert eine klare Trennung von Angriff (offensive) und Verteidigung (defensive). Anders als beim Fußball ist beim American Football immer klar, wer im Angriff ist und wer in der Verteidigung.

Die verdichtete Aktion kulminiert ebenso in der strikten Trennung von Spielzügen/Abläufen, wie auch beim Angriffs- oder Verteidigungsspiel, währenddessen im Fußball ein kontinuierliches Wechselspiel aus sich angreifenden Angriffs- und Verteidigungsabläufen unabdingbar ist und die permanente Aufmerksamkeit der Zuschauer in Anspruch nimmt (vgl. Gumbrecht 2002: 45).

„So gesehen, liegt die Faszination des American Football mehr auf ontologischer Ebene (Sein/Nicht-Sein), während der Fußball stärker eine existentialistische Faszination (beständig, wechselnder Situationen ausgesetzt sein) produziert.“ (ebd.: 47)

Die Frage, ob Nordamerikaner eher „ontologisch“ als „existentialistisch“ in ihrer Ästhetik eingestellt sind, wäre „allzu hermeneutisch“, doch Fakt ist, dass die dem Fußball typische Dynamik und Kontinuität im American Football nicht präsent ist. Die Zerlegung in Teilereignisse ist paradigmatisch für den American Football, genau wie die Erwartung, dass jeder parzellierte Spielzug das Erreichen oder Nicht-Erreichen eines klar definierten Teilziels zur Folge hat (vgl. Adelmann/Stauff 2002: 57).

Die „sinnliche Wahrnehmung“ beim Fußball ist geprägt durch seine spezielle Spieldynamik, die beim Zuschauer eine ungeteilte Aufmerksamkeit voraussetzt. Eine Frage die sich stellt ist, warum der Zuschauer diese Aufmerksamkeit annimmt? Gewissermaßen 90 bis 120 Minuten volle Konzentration aufbringt, um ein „Spiel“ zu verfolgen? Das Beispiel der amerikanischen Bevölkerung zeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist, denn diese können mit dem Seherlebnis, was der Fußball bietet noch immer nicht viel anfangen und haben sich im Gegensatz dazu auf das quasi Gegemodel, dem American Football, „eingesehen“.

Teil 1: Ein Erklärungsversuch der sinnlichen Wahrnehmung des Fussballs

Literatur:

Adelmann, Ralf/Stauff, Markus (2002): Sportspiel und Fernsehspiel. Ein medien-wissenschaftlicher Kommentar. In: Schwier, Jürgen (Hrsg.) (2002): Mediensport – Ein einführendes Handbuch. Hohengehren: Schneider Verlag: S. 51-73.

Gumbrecht, Hans Ulrich (2002): Ästhetik und Sport – am Beispiel von Fußball und American Football. In: Martínez, Matías (Hg.) (2002): Warum Fußball? Kulturwissenschaftliche Beschreibungen eines Sports. Bielefeld: Aisthesis Verlag: S. 37-51.

Markovits, Andrei S./Hellerman, Steven L. (2002): Im Abseits – Fußball in der amerikanischen Sportkultur. Hamburg: Hamburger Edition.

Villoro, Juan (2002): El Balón y La Cabeza. In: Letras Libres, Ano IV, Nr. 41. México D.F.: Editorial Vuelta: S. 12-16.

09. November 2017 | Autor: | Keine Kommentare


Anstoss Bundesliga Livestream: 18.11.2017, 15:30, FC Bayern München vs. Augsburg [kostenlos im Internet].

Die Bayern sind wieder im Schwung und an Platz 1 der Bundesliga Tabelle angekommen – das Spitzenspiel gegen Dortmund haben sie souverän mit 3:1 gewonnen. Am 12. Spieltag kommt quasi der Lieblingsgegner der Bayern zu einem Heimspiel – es ist sehr langer her, dass die Bayern gegen Augsburg mal Punkte liegen gelassen haben.

Auch wenn Franck Ribery nach wie vor verletzt ist, ist vor Arien Robben aktuell in Top-Form – auf seine alten Tage…

Meine Hoffnung ist trotzdem, dass die Bayern jetzt nicht wieder durchstarten und alles hinter sich lassen in der Bundesliga, denn danach sieht es leider mal wieder aus, sondern das auch Ihr Konkurrenten, allen voran Borussia Dortmund und RB Leipzig Punkte sammeln und vor dran bleiben. Auch wenn die Bayern gerade wieder so ein bisschen in Form kommen – unter Jupp Heynckes, den Champions League Titel werden Sie dieses Jahr wohl nicht gewinnen – ist nur so eine These von mir.

Mein Tipp für das Spiel Bayern – Augsburg ist 3:0. Bayern gegen Augsburg im Livestream findet Ihr hier.

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08. November 2017 | Autor: | 7 Kommentare

Sportkultur in den USA: Ästhetik im Fußball

Fußballkultur – 90 Minuten, Ein Leben lang, und manchmal sogar noch länger, ist für viele Menschen auf der Welt gelebte Realität. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Fussball eine der beliebtesten Sportarten der Welt ist. Warum das so ist, wurde vielfach untersucht, analysiert und interpretiert.

Viele interessante Theorien sind dabei herausgekommen und werden auf diesem Blog auch noch des öfteren Erwähnung finden.

Doch bevor wir damit anfangen, uns anzuschauen, wie sich der Fußball historisch entwickelt hat, was er für ökonomische Implikationen mit sich trägt, wie er heutzutage als Massenphänomen (Fussball als Massenphänomen) in Erscheinung tritt, schauen wir uns den, meiner Meinung nach, elementarsten Punkt im und am Fußball an: Seine Ästhetik!

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07. November 2017 | Autor: | Keine Kommentare
Gorßen-Dreieinhalb

Die Großen Dreieinhalb – hegemoniale Sportkultur in den USA

Mit den ersten Siedlern im 17. Jahrhundert kamen auch die ersten Ballsportarten nach Amerika, welche sich im 19. Jahrhundert zu den bekannten amerikanischen Sportarten American Football, Baseball und Basketball um- und ausgestalteten. Diese sind die Sportarten, die die amerikanische Sportgesellschaft in der Vergangenheit dominierten und heute als hegemoniale Sportkultur bezeichnet werden können.

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