Fussballkultur - 90 Minuten ein Leben lang: American Football
Der amerikanische Sonderweg im Fußball: Freizeitsport vs. Majorsport 
Januar 22nd, 2010 | Leone

Major League Soccer
Der amerikanische Sonderweg im Fußball präsentiert sich sehr eingehend in dem Antagonismus einer intakten Fußball-Freizeitkultur und einer mangelnden professionellen Fußballkultur. Der Fußball wurde (noch) nicht in die „Sportfamilie“ (hegemoniale Sportkultur/sport space) aufgenommen, hat es aber dennoch geschafft, sich zu einer der beliebtesten (Freizeit)- Sportarten zu entwickeln. Interessanter Weise steht Fußball heute in den USA für Emanzipation und gesunde Lebensweise, für Kultur und Internationalität und damit für die kulturellen Werte, wofür die Großen Dreieinhalb nicht stehen.
Soccer – keine „Fernsehsportart“ in den USA: Ursachen, Konsequenzen und Möglichkeiten 
Januar 18th, 2010 | Leone

Fussball Stadion in den USA: Houston
Ursachen
Die historische Verbindung der Großen Dreieinhalb zum Fernsehen wirkt nachhaltig und stellt den Fußballsport in den USA vor enorme Probleme, sich als fünfte dominante Major- Sportart im amerikanischen sport space zu behaupten. Maßgeblich dafür verantwortlich zu machen, dass der Fußball in den USA nicht adäquat inszeniert wird ist die Tatsache, dass in den USA erst der ökonomische Erfolg „Mehrausgaben“ in diesem Bereich rechtfertigt. (siehe Artikel Fußballkultur in den USA)
Die Sportberichterstattung im Fernsehen in den USA 
Dezember 29th, 2009 | Leone
Im 21. Jahrhundert stellt die Sportberichterstattung im Fernsehen eines der wichtigsten Ausdrucksmittel des Sports dar und ist verantwortlich für seine nationale und internationale Verbreitung einer Sportart. Vor allem der dezentralen Lage der amerikanischen Sportmärkte wegen ist das Fernsehen ein zuverlässiger „Informationstransmitter“ und kann im Gegensatz zur Sportberichterstattung in den Printmedien überregional agieren. Das Fernsehen ist sozusagen „konstitutiv für den Sport einer nachindustriellen Gesellschaft“ (Hortleder 1978: 20) und gewissermaßen zum inoffiziellen Ausrichter von Sportveranstaltungen geworden.
Das Fernsehen versteht sich als ein technisches Medium, welches bewegte Bilder mittels der Funktechnik überträgt. „[…] Die Medienforschung spricht von der Übermittlung optisch-akustischer (audio-visueller) Aussagen.“ (Quentin 1989: 13). Das Sportfernsehen diente schon immer als technisches und „ästhetisches Experimentierfeld“, auf dem sich neue Sendeformen erproben ließen. In den achtziger Jahren wurden insbesondere Live-Übertragungen sehr beliebt.
Die Major League Soccer – Gewinnentwicklung, Zuschauerzahlen, Fernsehverhalten 
November 30th, 2009 | Leone

Die Fan Base, sprich die Zielgruppe der Major League Soccer ist potentiell weiblich, unter 18 Jahre alt und hat einen hispanoamerikanischen Migrationhintergrund. Amerikanische Fußballfans haben weiterhin tendenziell mehr Geld als Fans der Großen Dreieinhalb (André S. Markovits).
Wirtschaftlich betrachtet ist die MLS als eine „single entity“ zu bezeichnen, die als eine Dachorganisation für den amerikanischen Fußball auftritt, konsolidierte Geschäftsabschlüsse gemeinsam durchführt und andere Fußballorganisationen damit bewusst ausschließt. Es gibt keine individuellen Teambesitzer, sondern Investoren, welche die Teams leiten. Spieler-Transfers, Marketing, Sponsoring und das Abschließen von Fernsehverträgen obliegen dem Ermessen der Ligaoffiziellen (vgl. Southall/Nagel 2007: 56). „Die Spieler unterschreiben bei der MLS ihre Verträge und werden von ihr den jeweiligen Teams zugewiesen.“ (Daalmann 1999: 53). Es sind Mindestlöhne und Maximallöhne festgelegt und mit Privatpersonen kann darüber hinaus frei verhandelt werden. Seit 2006 gibt es diese Möglichkeit (designated player rule), wobei die Liga den Maximallohn bezahlt und der Rest vom Verein aufgebracht werden muss.[1]
Fußball in der amerikanischen Sportgesellschaft 
November 14th, 2009 | Leone
Eine wissenschaftliche Annäherung – 1. Teil:
Die Marginalisierung des Fußballs in der amerikanischen Sportgesellschaft beginnt bereits mit der seiner weltweit einzigartigen Bezeichnung respektive Benamung: Soccer. Der Begriff Soccer leitet sich von der Bezeichnung „Asscociation Football“ („Verbandsfußball“, „Assoc“, Abkürzung für Asscociation) ab. Aus der Abkürzung Assoc entwickelte sich, entsprechend einer „in jenen Tagen üblichen Sitte, Wörtern das Suffix ‚er’ anzuhängen“ der Begriff Soccer, wobei sich das ‚A’ schnell verlor. Diese Bezeichnung wurde im Jahr 1863 eingeführt und bezeichnet die Spielvariante, die von der Football Association übernommen wurde.
Marginalisierung leitet sich vom lateinischen margo („Rand“ oder „an der Grenze liegend“) ab und ist ein Terminus, der in den Sozialwissenschaften geprägt wurde. Er dient der Beschreibung ganzer Bevölkerungsschichten, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und an ihr nicht teilhaben können.
Ein Erklärungsversuch der sinnlichen Wahrnehmung des Fussballs – Sportkultur in den USA 
September 27th, 2009 | Leone
Sportkultur in den USA
Fußballkultur – 90 Minuten, Ein Leben lang, und manchmal sogar noch länger, ist für viele Menschen auf der Welt gelebte Realität. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Fussball eine der beliebtesten Sportarten der Welt ist. Warum das so ist, wurde vielfach untersucht, analysiert und interpretiert. Viele interessante Theorien sind dabei herausgekommen und werden auf diesem Blog auch noch des öfteren Erwähnung finden.
Doch bevor wir damit anfangen, uns anzuschauen, wie sich der Fußball historisch entwickelt hat, was er für ökonomische Implikationen mit sich trägt, wie er heutzutage als Massenphänomen (Fussball als Massenphänomen) in Erscheinung tritt, schauen wir uns den, meiner Meinung nach, elementarsten Punkt im und am Fußball an: Seine Ästhetik!
American Football – Der Aufstieg der National League Football 
September 27th, 2009 | Leone

Sportkultur American Football – National League Football:
Die National League Football entwickelte sich rasant und in den Jahren 1980 – 1985 gab es bei normalen Ligaspielen bereits ratings von durchschnittlich 16 Punkten, bei einem 5 Jahres Durchschnitt von 11,1 Punkten. Werbepartner orientierten sich bereits früh an den Einschaltquoten und sendeten dementsprechend ihre Werbespots oder sponserten Sportveranstaltungen.
Interessant ist an der Stelle der Vergleich der National League Football mit der Major League Soccer innerhalb der amerikanischen Sportkultur. Hier ein kleiner Artikel dazu (Vergleich Live Übertragungen Soccer vs. American Football)
Die Werbeagenturen und Marketingabteilungen der Konsumgüterkonzerne entdeckten das „werbewirtschaftliche Potential televisionärer Sportübertragungen“ für sich, worauf sich vor allem American Football gut einstellte und einen Großteil seiner Erlöse aus den Werbeeinahmen der TV-Auswertung erzielen konnte. In der Saison 1987 kosteten Werbespots beim American Football bereits $118.600 pro 30 Sekunden Clip (Zum Vergleich: $71.900 im Baseball) und beim Super Bowl im gleichem Jahr zahlten Werbungsbetreibende (advertisers) bereits $600.000 für einen 30s Clip (vgl. Klatell 1988: 39f.).
Die Großen Dreieinhalb – hegemoniale Sportkultur in den USA 
September 27th, 2009 | Leone
Mit den ersten Siedlern im 17. Jahrhundert kamen auch die ersten Ballsportarten nach Amerika, welche sich im 19. Jahrhundert zu den bekannten amerikanischen Sportarten American Football, Baseball und Basketball um- und ausgestalteten. Diese sind die Sportarten, die die amerikanische Sportgesellschaft in der Vergangenheit dominierten und heute als hegemoniale Sportkultur bezeichnet werden können.



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