
Adthe.net oder doch lieber im TV?
Es ist Samstag – und es ist klar – Du willst Fußball sehen. Du willst Deine Stars sehen – und die wollen bezahlt werden – von Dir! Mit einem Etat von 50-80 Millionen im Jahr muss man als Bundesligist schon rechnen. Doch wie finanziert man das? So ein Verein steht auf 3 Säulen:
1. Eintrittsgelder – damit werden die laufenden Kosten getragen – für die Stars reicht das aber noch nicht.
2. Sponsoren – sie deckeln rund 30% der Einnahmen – aber für das große Ganze reicht das immer noch nicht.
3. Fernsehgelder – damit Du es im Fernsehen sehen kannst, musst Du Geld bezahlen – entweder live – dann bezahlst Du Sky – oder die Sportschau – dafür bezahlst Du die GEZ.
Doch wie hoch sind solche Fernsehgelder? 412 Millionen Euro pro Saison! Fast eine halbe Milliarde! Doch wie viel bezahlt jeder wirklich dafür?

Bild des Jahres 2010 - Wembley Revanche 44 Jahre später
Das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu und somit auch das Fussballjahr 2010. Für den deutschen Fußball war es ein sehr erfolgreiches Fussballjahr. Nicht zuletzt hat die deutsche Nationalmannschaft dazu beigetragen. Bei der WM 2010 in Südafrika spielte sich die deutsche Nationalmannschaft in die Herzen von Fußball Fans auf der ganzen Welt. Stars wie Mesut Özil, Samuel Khedira und Thomas Müller wurden “geboren”, Stars wie Miroslav Klose, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm reiften zur Weltklasse heran.
Thomas Müller schaffte es in seinem zweiten Profi Jahr und seiner ersten Fußball-Weltmeisterschaft zum Torschützenkönig und gewann den Goldenen Schuh. Letztendlich würde die deutsche Nationalmannschaft Dritter (Gewann in einem packenden Halbfinale gegen Uruguay mit 3:2). Sie verloren das WM-Halbfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien (Spaniens goldene Generation). Unvergesslich wird das “Neue Wembley Tor” bleiben. 44 Jahre nach dem Wembley Tor, welches Deutschland gegen England den Titel kostete, gab es wieder ein solches – zu Gunsten Deutschlands dieses Mal (Pressestimmen Deutschland – England) Alle Ergebnisse der WM 2010 in Südafrika findet Ihr hier (Alle Ergebnisse der WM 2010).
Auf dem Papier beendet die deutsche Nationalmannschaft das Jahr als Dritter, hinter Spanien und den Niederlanden. Für viele ist Deutschland allerdings mit Spanien zusammen das Beste Team der Welt. Wir können noch viel von diesem deutschen Team erwarten in Zukunft und die Duelle der 0er Jahre werden in die Geschichte des Fussballs als die Duelle mit Spanien eingehen. Ich erwarte ein nächstes Zusammentreffen von Deutschland gegen Spanien im EM Finale 2012 (EM 2012 Qualifikation im Livestream).
Unsere Hertha hat mal wieder tief in die Marketig-Kiste gegriffen. Da die vergangenen Spiele im Berliner Olympiastadion so gut besucht waren, will die Hertha jetzt mit einer neuen Aktion auch für das kommende Spiel gegen den Karlsruher SC das Stadion voll bekommen.
Da der Anstoss an diesem Dienstag schon um 17:30 Uhr ist, können sich Fans jetzt von Ihren Arbeitgebern für das Spiel frei geben lassen. Unter dem Motto “Chef, gib mir Herthafrei” können sich Angestellte ein Formular auf der Hertha BSC – Webseite runter laden. Dieses muss ausgedruckt, vom Chef unterschrieben und in einem der hertha-Fanshops abgegeben werden. Als Gegenleistung erhalten die Unternehme namentliche Nennungen im Fan-Magazin, auf der Bandenwerbung und der Anzeigentafel.
Felix Magath will es diese Saison wissen: Endlich will er die Meisterschale nach Gelsenkirchen holen. Kate Giles von CNN International hat Felix Magath interviewt und Ihn fragen zu Bayern München, zur Champions League, Raul und der Bundesliga gestellt.
Das Interview ist leider nur auf Englisch erhältlich. Allerdings ist es auch mal interessant zu sehen, was Felix Magath der ausländischen Presse zu berichten hat.
Stefan Bothmer begleitet auf dem Piano Stummfilmklassiker, wie z.B. “Metropolis”, “Nosferatu”, “Dr. Mabuse”, “Faust”. Nachdem ich in Hamburg eines dieser Stummfilmkonzerte von Graf Bothmer erleben durfte war ich vor Begeisterung kaum noch zu bremsen. Nun hat er sich einer besonderen Herausforderung gewidmet.
Er gab zum Fussballspiel Deutschland gegen Ghana in der Emmaus-Kirche live an der Kirchenorgel ein Konzert. Weil die Begeisterung so gewaltig ist setzt er noch eins drauf. Auf einer Video-Großleinwand werden am 6. und 7. Juli das Halbfinale sowie am 11. Juli das WM Endspiel übertragen – ohne Reporter, dafür mit der Orgelmusik des erfolgreichsten Stummfilmpianisten Deutschlands.
Wer also mal ein Fussballspiel der ganz besonderen Art erfahren möchte, der geht statt auf die Fanmeile zu einer Stummfilmvariante dieses Megaevents. Weitere Informationen findet Ihr hier (www.stummfilmkonzerte.de). Der Eintritt ist frei.
Der Fußball geht seinen eigenen Weg, sagt man. Der Fußball in persona also geht demzufolge einen Weg, losgelöst von seinem eigenen Regelwerk und losgelöst von seinen Anhängern und Funktionären. Er hat scheinbar eigene Ziele und ist wie vieles auf dieser Welt, unberechenbar, zu Weilen äußerst Ungerecht, zu Weilen geballte Glückseligkeit.
Exemplarisch für diese Theorie ist das Tor, welches zum Tor des 20. Jahrhunderts gewählt wurde: Diego Armando Maradonas Hand-Tor im WM-Viertelfinale 1986 gegen England – Die Hand Gottes ward geboren! Ein irreguläres Tor wird Inbegriff des Fußballs – das ist Fußballkultur des 20. Jahrhunderts. Argentinien wurde 1986 Weltmeister!
Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass über alle Favoritenrollen hinweg, man nie wirklich sagen kann, wer ein großes Turnier, wie etwa eine Weltmeisterschaft oder eine Europameisterschaft, gewinnen wird. Es spielt keine Rolle wie begnadet ein Team spielt, oder wie schlecht ein Team spielt oder wie talentiert ein Team ist, es ist immer ein Konglomerat an verschiedenen Faktoren von Nöten.
Nur in ganz Wenigen Fällen spielte wirklich nur das Sportliche eine Rolle. Ganz selten dominiert ein Team (zumindest im Fußball) die Konkurrenz und ein Turnier so sehr, dass von Anfang klar ist, dass sie den Titel holen werden. In der Vergangenheit, hat das in der Regel nur das Team aus Brasilien geschafft. Spanien hat diese unglaubliche Dominanz bei der EM 2008 gezeigt, bei der grad laufenden WM-Endrunde ist diese Dominanz allerdings auch schon wieder verpufft.
Fußballkultur – 90 Minuten, Ein Leben lang, und manchmal sogar noch länger, ist für viele Menschen auf der Welt gelebte Realität. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass Fussball eine der beliebtesten Sportarten der Welt ist. Warum das so ist, wurde vielfach untersucht, analysiert und interpretiert. Viele interessante Theorien sind dabei herausgekommen und werden auf diesem Blog auch noch des öfteren Erwähnung finden.
Doch bevor wir damit anfangen, uns anzuschauen, wie sich der Fußball historisch entwickelt hat, was er für ökonomische Implikationen mit sich trägt, wie er heutzutage als Massenphänomen (Fussball als Massenphänomen) in Erscheinung tritt, schauen wir uns den, meiner Meinung nach, elementarsten Punkt im und am Fußball an: Seine Ästhetik!