Amerikanische Sportarten: Fußballkultur ein Leben lang!

07. 02. 2010 | Autor: | Keine Kommentare

Und das Märchen ist perfekt: Die New Orleans Saints gewinnen erstmal in Ihrer Geschichte den Super Bowl, verdient und klar mit 31:17 gegen die Indianapolis Colts.  Der amerikanischer Traum ist mal wieder Wirklichkeit geworden.

Zum tragischen Helden der Partie, wurde der Quarterback der Colts, Peyton Manning, ebenfalls aus New Orleans stammend, weil er wenige Minuten vor Ende der Begegnung sich einen Fehlpass erlaubte, der zum vorentscheidnen Touchdown Erfolg für die Saints führte.

Vor drei Jahren lag die Stadt noch in Schutt und Asche, oder besser gesagt Unterwasser und heute spielen Sie um den Super Bowl. Aber es geht noch weiter der Quarterback der Indianapolis Colts stammt aus New Orleans und spielt heute gegen seine Heimatstadt. Und weiter geht’s: Der Ballfänger der Indianapolis Colts stammt natürlich aus Haiti (Pierre Garçon)

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29. 12. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

Im 21. Jahrhundert stellt die Sportberichterstattung im Fernsehen eines der wichtigsten Ausdrucksmittel des Sports dar und ist verantwortlich für die nationale und internationale Verbreitung einer Sportart. Vor allem der dezentralen Lage der amerikanischen Sportmärkte wegen ist das Fernsehen ein zuverlässiger „Informationstransmitter“ und kann im Gegensatz zur Sportberichterstattung in den Printmedien überregional agieren. Das Fernsehen ist sozusagen „konstitutiv für den Sport einer nachindustriellen Gesellschaft“ (Hortleder 1978: 20) und gewissermaßen zum inoffiziellen Ausrichter von Sportveranstaltungen geworden.

Das Fernsehen versteht sich als ein technisches Medium, welches bewegte Bilder mittels der Funktechnik überträgt. „[…] Die Medienforschung spricht von der Übermittlung optisch-akustischer (audio-visueller) Aussagen.“ (Quentin 1989: 13). Das Sportfernsehen diente schon immer als technisches und „ästhetisches Experimentierfeld“, auf dem sich neue Sendeformen erproben ließen. In den achtziger Jahren wurden insbesondere Live-Übertragungen sehr beliebt.

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13. 12. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

Der Super Bowl markiert das alljährlich stattfindende Saisonfinale der National Football League (NFL). Nach der Regulären Saison treten die besten Mannschaften der jeweiligen Divisionen gegeneinander an und treffen sich im Super Bowl Finale beim Kampf um den begehrten Pott. Das erfolgreichste Team, mit den meisten Super Bowl Gewinnen sind die Pittsburgh Steelers mit sechs Siegen, gefolgt von den San Francisco 49ers und den Dallas Cowboys mit je fünf Siegen. Den letzten Super Bowl (XLIII) gewannen die Pittsburgh Steelers im vergangenen Jahr.

Der Super Bowl markiert jedes Jahr nicht nur sportlich das Finale, sondern ist auch das mediale Highlight des Jahres. Jedes Jahr gucken Ihn allein in den USA bis zu 140 Millionen Amerikaner und 30 Sekunden Werbung kosten bis zu 3 Millionen US Dollar.

30. 11. 2009 | Autor: | 1 Kommentar

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Die Fan Base, sprich die Zielgruppe der Major League Soccer ist potentiell weiblich, unter 18 Jahre alt und hat einen hispanoamerikanischen Migrationhintergrund. Amerikanische Fußballfans haben weiterhin tendenziell mehr Geld als Fans der Großen Dreieinhalb (André S. Markovits).

Wirtschaftlich betrachtet ist die Major League Soccer als eine „single entity“ zu bezeichnen, die als eine Dachorganisation für den amerikanischen Fußball auftritt, konsolidierte Geschäftsabschlüsse gemeinsam durchführt und andere Fußballorganisationen damit bewusst ausschließt. Es gibt keine individuellen Teambesitzer, sondern Investoren, welche die Teams leiten. Spieler-Transfers, Marketing, Sponsoring und das Abschließen von Fernsehverträgen obliegen dem Ermessen der Ligaoffiziellen (vgl. Southall/Nagel 2007: 56). „Die Spieler unterschreiben bei der MLS ihre Verträge und werden von ihr den jeweiligen Teams zugewiesen.“ (Daalmann 1999: 53). Es sind Mindestlöhne und Maximallöhne festgelegt und mit Privatpersonen kann darüber hinaus frei verhandelt werden. Seit 2006 gibt es diese Möglichkeit (designated player rule), wobei die Liga den Maximallohn bezahlt und der Rest vom Verein aufgebracht werden muss.[1]

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27. 09. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

Baseball entwickelte sich aus dem englischen Cricket und war im pre-industriellen Amerika zur Jahrhundertwende die beliebteste Sportart und die erste Major- Sportart in den USA. Baseball wurde zum „nationalen Zeitvertreib und die ersten Major League Baseball Spiele wurden 1876 ausgetragen.“ (Markovits/Hellermann 2002: 111). Jahrzehnte gingen ins Land bis der organisatorische Rahmen der heutigen MLB abgesteckt war und wie generell in den USA üblich, gab es zunächst unzählige Baseballligen gleichzeitig. Letztendlich konnten sich, und das im Gegensatz zu allen anderen großen Mannschaftssporten in Amerika gleich zwei Ligen erfolgreich durchsetzen, die heute die MLB mit Mannschaften aus den USA und Kanada bilden (vgl. Rockerbie 2007: 117). Die National League und die American League spielen von April bis Oktober. Die Siegermannschaften der jeweiligen Ligen gewinnen den Pennant, den Meisterschaftswimpel und treten nach Ende der Playoffs in den World Series gegeneinander um den „WM-Titel“ an. Gespielt wird nach dem System best of seven, was bedeutet: wer vier Spiele für sich entscheiden kann, gewinnt die Serie.


27. 09. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

Basketball wurde 1891 von James Naismith, einem Lehrer aus Springfield, Massachusetts erfunden. Wegen seiner einfachen Regeln und der Spielbarkeit in der Halle wurde der Sport sehr schnell in den USA berühmt. Heute spielen mehr als 250 Millionen Menschen auf der ganzen Welt Basketball in seinen verschiedensten Variationen. Die National Basketball Association (NBA) wurde 1946 gegründet und ist die führende Profi-Basketball-Liga auf der Welt. Sie besteht aus 30 Mannschaften aus den USA und Kanada, die in zwei verschiedenen regionalen Conferences separiert sind (Western Conference und Eastern Conference) und sich wiederum in 6 Divisionen unterteilen (North-West, Pacific, South-West und Atlantic, Central, South-East).

Am Ende der Saison treffen die Meister der Eastern- und Western Conference aufeinander und spielen in maximal sieben Spielen (best of seven) um den Meistertitel. Der Basketball ist im Unterschied zu American Football, Baseball und Eishockey eine genuin-amerikanische Erfindung ohne explizit europäische Vorbilder und wird aus diesem Grund quasi als Nationalspiel der USA bezeichnet.


27. 09. 2009 | Autor: | 1 Kommentar


Eishockey, oder für die Kanadier und Amerikaner schlicht weg Hockey, ist nach American Football, Baseball und Basketball die viert- beliebteste „Zuschausportart“/ „Fernsehsportart“ in den USA. In der Profiliga, der National Hockey League (NHL) spielen Teams aus den Vereinigten Staaten und Kanada um den Meistertitel, den Stanley Cup. Auch hier wird in zwei Conferences (Eastern and Western) gespielt, die sich jeweils in sechs Divisionen (Divisions) unterteilen (Atlantic, Northeast, Southeast, Central, Northwest, Pacific). Vor allem aber ist Eishockey die einzige nicht ur-amerikanische Sportart unter den Großen Dreieinhalb, die es zu einer hegemonialen Position in der amerikanischen Sportgesellschaft gebracht hat.


Verwandte Themen:

Die Großen Dreieinhalb -Hegemoniale Sportkultur in den USA

27. 09. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

Beispielgebend für die Theorie der kontinuierlichen Spielflussdynamik im Fußball ist die Sportmetapher eines „hervorragenden 0:0“. Ein torloses/Punktloses Spiel kann nur als ansehnlich gewertet werden, wenn die Spannungskurve permanent verfolgt und Aufrechterhalten werden kann. Dies bedeutet nicht zwangsweise, dass die 90 Minuten vor den Fernseher verbracht werden müssen (oder am Spielfeldrand), jedoch „Schlüsselzeiten“ von Nöten sind, um die Spannung zu verstehen, sie zu “greifen”.

Darüber hinaus ist das Unentschieden prinzipiell für amerikanische Sportfans gewissermaßen ein „rotes Tuch“. Sie können in der Beendigung eines Spiels ohne Gewinner wenig befriedigendes erkennen, und das Elfmeterschießen als letzte Instanz, um ein Unentschieden bei wichtigen Turnieren aufzulösen halten sie für ebenso fair, als würde man das Spiel durch einen Münzwurf entscheiden (vgl. Markovits/Hellermann 2002: 332).

Weitere Divergenzen ergeben sich aus einem heterogenen Spielaufbau beider Sportarten. Beim American Football existiert eine klare Trennung von Angriff (offensive) und Verteidigung (defensive). Anders als beim Fußball ist beim American Football immer klar, wer im Angriff ist und wer in der Verteidigung. Die verdichtete Aktion kulminiert ebenso in der strikten Trennung von Spielzügen/Abläufen, wie auch beim Angriffs- oder Verteidigungsspiel, währenddessen im Fußball ein kontinuierliches Wechselspiel aus sich angreifenden Angriffs- und Verteidigungsabläufen unabdingbar ist und die permanente Aufmerksamkeit der Zuschauer in Anspruch nimmt (vgl. Gumbrecht 2002: 45).

„So gesehen, liegt die Faszination des American Football mehr auf ontologischer Ebene (Sein/Nicht-Sein), während der Fußball stärker eine existentialistische Faszination (beständig, wechselnder Situationen ausgesetzt sein) produziert.“ (ebd.: 47)

Die Frage, ob Nordamerikaner eher „ontologisch“ als „existentialistisch“ in ihrer Ästhetik eingestellt sind, wäre „allzu hermeneutisch“, doch Fakt ist, dass die dem Fußball typische Dynamik und Kontinuität im American Football nicht präsent ist. Die Zerlegung in Teilereignisse ist paradigmatisch für den American Football, genau wie die Erwartung, dass jeder parzellierte Spielzug das Erreichen oder Nicht-Erreichen eines klar definierten Teilziels zur Folge hat (vgl. Adelmann/Stauff 2002: 57).

Die “sinnliche Wahrnehmung” beim Fußball ist geprägt durch seine spezielle Spieldynamik, die beim Zuschauer eine ungeteilte Aufmerksamkeit voraussetzt. Eine Frage die sich stellt ist, warum der Zuschauer diese Aufmerksamkeit annimmt? Gewissermaßen 90 bis 120 Minuten volle Konzentration aufbringt, um ein “Spiel” zu verfolgen? Das Beispiel der amerikanischen Bevölkerung zeigt, dass dies nicht selbstverständlich ist, denn diese können mit dem Seherlebnis, was der Fußball bietet noch immer nicht viel anfangen und haben sich im Gegensatz dazu auf das quasi Gegemodel, dem American Football, “eingesehen”.

Teil 1: Ein Erklärungsversuch der sinnlichen Wahrnehmung des Fussballs

Verwandte Themen:

Die sinnliche Wahrnehmung des Fussballs – zweiter Teil

Die Großen Dreieinhalb – Hegemoniale Sportkultur in den USA

The Boston Game oder American Football

Literatur:

Adelmann, Ralf/Stauff, Markus (2002): Sportspiel und Fernsehspiel. Ein medien-wissenschaftlicher Kommentar. In: Schwier, Jürgen (Hrsg.) (2002): Mediensport – Ein einführendes Handbuch. Hohengehren: Schneider Verlag: S. 51-73.

Gumbrecht, Hans Ulrich (2002): Ästhetik und Sport – am Beispiel von Fußball und American Football. In: Martínez, Matías (Hg.) (2002): Warum Fußball? Kulturwissenschaftliche Beschreibungen eines Sports. Bielefeld: Aisthesis Verlag: S. 37-51.

Markovits, Andrei S./Hellerman, Steven L. (2002): Im Abseits – Fußball in der amerikanischen Sportkultur. Hamburg: Hamburger Edition.

Villoro, Juan (2002): El Balón y La Cabeza. In: Letras Libres, Ano IV, Nr. 41. México D.F.: Editorial Vuelta: S. 12-16.

27. 09. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

800px-College_Football_CSU_AFAmercian Football ist die beliebteste Mannschaftssportart in den USA und steht für wissenschaftliche Innovation und das moderne kapitalistische Amerika von heute. Er wird von Schul-, College- und Profimannschaften gespielt und hat an den Universitäten seine Wurzeln, wo in der Vergangenheit Fußball („running game“) und Football/Rugby („kicking game“) als eine Sportart vereint existierten.

Als The Boston Game ging die „kicking game“- Variante in die Geschichte von Harvard ein und bereitete so den Boden für den Erfolg des American Football bei gleichzeitiger Marginalisierung des Fußballs. Football ist ein dem „Rugby nachempfundenes Kampfspiel“ in dem ein „eiförmiger Lederhohlball durch Tragen, Werfen oder Treten hinter die gegnerische Grund- oder Endlinie gebracht“ werden muss (Kuhn 1994: 10).

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27. 09. 2009 | Autor: | Keine Kommentare

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Sportkultur American Football – National League Football:

Die National League Football entwickelte sich rasant und in den Jahren 1980 – 1985 gab es bei normalen Ligaspielen bereits ratings von durchschnittlich 16 Punkten, bei einem 5 Jahres Durchschnitt von 11,1 Punkten. Werbepartner orientierten sich bereits früh an den Einschaltquoten und sendeten dementsprechend ihre Werbespots oder sponserten Sportveranstaltungen.

Interessant ist an der Stelle der Vergleich der National League Football mit der Major League Soccer innerhalb der amerikanischen Sportkultur. Hier ein kleiner Artikel dazu (Vergleich Live Übertragungen Soccer vs. American Football)

Die Werbeagenturen und Marketingabteilungen der Konsumgüterkonzerne entdeckten das „werbewirtschaftliche Potential televisionärer Sportübertragungen“ für sich, worauf sich vor allem American Football gut einstellte und einen Großteil seiner Erlöse aus den Werbeeinahmen der TV-Auswertung erzielen konnte. In der Saison 1987 kosteten Werbespots beim American Football bereits $118.600 pro 30 Sekunden Clip (Zum Vergleich: $71.900 im Baseball) und beim Super Bowl im gleichem Jahr zahlten Werbungsbetreibende (advertisers) bereits $600.000 für einen 30s Clip (vgl. Klatell 1988: 39f.).

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